Aktuelles von Huneke

Veröffentlicht am: 17.10.2018

Saugfähiger Asphalt im Straßen- und Tiefbau: gegen Aquaplaning und Blow-ups

Umwelteinflüsse können in Kombination mit Asphalt zu regelrechten Gefahren für Teilnehmer des Straßenverkehrs werden. Durch starke Regenfälle verwandeln sich Straßen immer wieder in regelrechte Wasserrutschen. Autos können dann leicht außer Kontrolle und ins Schleudern geraten.

Ingenieure arbeiten schon lange an Lösungen, die dem Aquaplaning entgegenwirken sollen. Mehrschichtige Systeme mit einer grobporigen Struktur sollen dabei helfen, dass Regenwasser schnell abfließen und beispielsweise in angeschlossene Kanalsysteme weitergeleitet werden kann. Prinzipiell ist es durch solche Techniken bereits möglich, Bodenbeläge herzustellen, die mehrere Tausend Liter Wasser pro Minute buchstäblich aufsaugen können. In der Praxis haben sich diese jedoch noch nicht bewährt, da vielschichtige Asphalte mit größeren Hohlräumen gerade für viel befahrene Straßen zu instabil sind. Statt auf Autobahnen sind diese Systeme bisher eher für Parkplätze oder Gehwege geeignet.

Neben dem Schutz gegen Aquaplaning könnten derartige Bodenbeläge auch bei sogenannten Blow-ups Abhilfe schaffen. Dieses Phänomen findet vorwiegend in heißen Sommermonaten statt, wenn die Fahrbahnen sich besonders stark aufheizen und zu platzen drohen. Eingelagerte Flüssigkeit in den Hohlräumen kann für eine abkühlende Verdunstung sorgen, die diesem Vorgang entgegenwirkt. Bis solche Systeme jedoch beim Straßen- und Tiefbau dauerhaft eingesetzt werden können, wird es wohl noch einige Zeit dauern.