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Veröffentlicht am: 28.01.2020

Die Nachbehandlung von Beton

Die erfolgreiche Nachbehandlung von Betonoberflächen ist einer der wichtigsten Arbeitsschritte im Straßen- und Tiefbau. Bei einer solchen Maßnahme gilt es, lange genug im Voraus zu planen und die Nachbearbeitung von Beginn an in jedwede Kalkulationen von Kosten oder Dauer des Projekts einfließen zu lassen. Im Folgenden möchten wir Ihnen die wichtigsten Schritte und Überlegungen erläutern und Ihnen damit unsere Arbeit näherbringen.

Im Allgemeinen beinhaltet die Nachbehandlung von Beton sämtliche Maßnahmen, deren Ziel die Verhinderung einer übermäßig schnellen Verdunstung von Wasser aus dem frisch gegossenen oder erhärtenden Beton ist. Dies ist wichtig, da bei einem zu geringen Wassergehalt die Festigkeit des Betons beeinträchtigt wird und so die Lebensdauer des Belags deutlich verkürzt sowie die Belastungsgrenze herabgesetzt wird. Diesen Prozess bezeichnet man als Frühschwinden.

Nachbehandlung einkalkulieren

Wir kalkulieren bereits im Zuge unseres ersten Angebots den notwendigen Zeit-, Personal- und Materialaufwand für die Nachbehandlung der zu behandelnden Betonfläche ein. Damit erhalten Sie als Auftraggeber ein klares Bild des Gesamtarbeitsumfangs und des voraussichtlichen Zeitplans.

Maßnahmen zur Nachbehandlung von Beton

Bei der Nachbehandlung von Beton gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Sicherstellung eines qualitativ hochwertigen Gesamtergebnisses. So sollte Sichtbeton, der in eine Schalung eingebracht wurde, in jedem Falle für eine ausreichende Zeitspanne in dieser verbleiben. Die häufigste Maßnahme zum Schutz des Frischbetons ist die Abdeckung mit dampfdichten Folien, die mindestens 0,2 Millimeter dick sind und ausreichend überlappend auf den Beton aufgelegt werden. Ebenso sollten diese Folien an den Kanten der Betonfläche abschließen und ausreichend beschwert werden, sodass sich kein Luftzug zwischen Folie und Betonoberfläche bilden kann. Bei Betonflächen, die später sichtbar sein sollen, ist zudem darauf zu achten, dass sich durch eine anhaftende Folie keine Farbunterschiede ausbilden können. Alternativ können auch feuchtigkeitsspeichernde Abdeckungen aus Jute oder ähnlichen Materialien eingesetzt werden. Diese sollten ebenfalls stets feucht gehalten werden.

Für freiliegende Betonflächen sollte der Beton durch Wasserzugabe stets feucht gehalten werden. Geschehen Austrocknung und erneute Anfeuchtung wechselweise, so kann dies der Qualität des Betons schaden und bereits kurz nach Fertigstellung der Arbeiten zu Schäden führen. Auch bei der Nachbearbeitung mit einem zu starken Wasserstrahl sind Ungleichmäßigkeiten möglich. Nachbehandlungsmittel sollten frühzeitig – sobald der Wasserfilm nach der Behandlung nicht mehr sichtbar ist – und auf der gesamten Fläche gleichmäßig aufgetragen werden.

Herrscht in den ersten Tagen nach der Verfestigung des frisch gelegten Betons feuchtes Wetter sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit von mehr als 85 Prozent, kann auch dieser Umstand als Nachbehandlungsmaßnahme gewertet werden. Für Temperaturen unter 5 °C ist die Nachbehandlung mindestens um die Summe der unterhalb dieser Temperatur verbrachten Zeitspanne zu verlängern.

Dauer der Nachbehandlung

Die Gesamtdauer der Nachbehandlung hängt grundsätzlich von den Wetterbedingungen sowie von den individuellen Eigenschaften des Betons ab. Für den Einsatz von Beton im Straßen- und Tiefbau ist festzuhalten: Beton, der später mechanisch belastet wird, sollte mindestens 70 Prozent seiner ultimativen Festigkeit erreicht haben, bevor die Nachbehandlungsmaßnahmen beendet werden.