Aktuelles von Huneke

Veröffentlicht am: 17.07.2019

Kanalbau mit moderner HDD Bohrtechnologie

Mit der Möglichkeit, der Kanal- oder Rohrverlegungen im HDD-Verfahren, steht Planern, Bauherren und Unternehmen eine besonders umweltschonende und moderne Technik zur Verfügung. Bei HDD Bohrungen werden die Rohre im Gegensatz zu herkömmlichen Bohrmethoden grabenlos verlegt. Weltweit erprobt, ist das HDD Verfahren die optimale und schonende Lösung für Bohrungen in Lagen mit Bauwerken oder natürlichen Hindernissen.

Die Abkürzung HDD stammt aus dem Englischen: Beim sogenannten Horizontal Directional Drilling handelt sich es sich um ein Horizontalspülbohrverfahren, bei dem unterirdische Rohrleitungen grabenlos mittels einer hydromechanischen Vorgehensweise platzsparend verlegt werden. Dabei wird im ersten Schritt ein Pilotbohrloch angelegt. Anschließend wird dieses in der erforderlichen Dimension im Rückzug aufgeweitet, sodass das Kabel oder Rohr zielgenau in den Bohrkanal eingezogen werden kann. Nach dem Rohreinzug verbleibt die Spülung, bei der üblicherweise als Zusatz natürliches und umweltfreundliches Betonit verwendet wird, als schützende Ringraumfüllung im Untergrund. Die Anlage für ein HDD-System besteht somit aus der Horizontalspülbohranlage sowie einer Vorrichtung zum Anmischen von Betonit samt der erforderlichen Antriebsstation.

HDD-Technik: Mit Kompetenz im Straßen- und Tiefbau

Die Methode eignet sich für alle Boden- und Gesteinsformationen im Straßen- und Tiefbau und zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass Eingriffe oder Beeinträchtigungen in den Verkehrsflächen im Baustellenbereich sehr gering sind. Der Zeitaufwand ist im Vergleich zu anderen Bohrmethoden überschaubar, ebenso die finanziellen Aufwendungen, da die Kosten für Aufbruch und Wiederherstellung unabhängig von der Verlegungstiefe minimal bleiben. Eine Haltung des Wassers ist nur im Bereich der Start- und Zielgrube nötig. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, Bohrungen parallel zu bereits bestehenden Leitungen vorzunehmen. Das HDD-Verfahren eignet sich für eine Länge von mehreren hundert Metern, der Durchmesser beträgt meist bis zu 700 mm. Dadurch lassen sich Kanalarbeiten besonders gut im Einvernehmen mit Anrainern abwickeln, da die Belastung an Lärm und Staub gering ist und auch wenige Transporte von und zu der Baustelle erforderlich sind. Die Anlagen sind außerdem rasch auf- und abgebaut und benötigen wenig Platz, weshalb HDD Bohrungen nicht nur gut zu kalkulieren, sondern auch ideal für Mensch und Natur sind.